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EMDR- & Traumatherapie

Stabilität wiederfinden.

Traumatische Erlebnisse können das Leben nachhaltig prägen. Sie hinterlassen emotionale und körperliche Spuren, die den Alltag und das Gelingen tragfähiger Beziehungen erheblich erschweren. In der EMDR- und Traumatherapie geht es darum, diese Erfahrungen behutsam zu verarbeiten und zu integrieren. Sie unterstützt dabei, körperliche und emotionale Reaktionen besser zu regulieren, um Selbstkontrolle und das Erleben von Sicherheit zu stärken.

Als Erstes klären wir gemeinsam, was Sie sich von der Therapie wünschen und was Ihnen im Moment helfen würde. Auf dieser Basis gestalten wir den weiteren Weg in einem Tempo, das sich für Sie passend und sicher anfühlt. Die Arbeit verläuft in drei verschiedenen Phasen: Stabilisierung, Traumabearbeitung und Integration. Wichtig ist dabei, dass Sie jederzeit die Kontrolle über den Prozess behalten, sodass dieser für Sie gut bewältigbar ist.

Die Stabilisierung bildet die Grundlage für die weitere Arbeit. In dieser Phase geht es noch nicht darum, belastende Erinnerungen zu bearbeiten, sondern zunächst darum, mehr innere Sicherheit zu entwickeln. Gemeinsam stärken wir die Fähigkeit, starke Gefühle zu regulieren und belastende Situationen im Hier und Jetzt besser einzuschätzen. Auch das Erkennen von Auslösern und frühen Warnzeichen für Überforderung spielt eine wichtige Rolle.

Die Traumabearbeitung im Rahmen einer Traumatherapie ist ein sorgfältig vorbereiteter Abschnitt, in dem die belastenden Erinnerungen bearbeitet werden. Sie beginnt erst, wenn Sie genügend Stabilität aufgebaut haben und ausreichende Bewältigungsstrategien für den Umgang mit intensiven Emotionen zur Verfügung stehen.

Während der Integration und des Abschlusses einer EMDR- und Traumatherapie schauen wir gemeinsam darauf, welche Symptome sich reduziert haben, welche Fähigkeiten neu entstanden sind und wie sich der Umgang mit belastenden Erinnerungen verändert hat. In dieser Phase wird deutlich, dass die traumatisierenden Erfahrungen an Einfluss verlieren und nicht mehr den gleichen Raum einnehmen wie früher. Der Blick richtet sich zunehmend darauf, wie Sie Ihr Leben mit mehr Vertrauen weiter gestalten möchten.

In der Traumatherapie orientiert sich die Häufigkeit der Sitzungen an der Art und Intensität des Themas, der jeweiligen Phase des Behandlungsplans sowie an Ihren individuellen Vorstellungen darüber, wie ein stimmiger Rhythmus am besten aussieht.

 

Themen für EMDR- und Traumatherapie

  • Akute oder langanhaltende Traumafolgen nach Unfällen, Gewalterfahrungen oder Verlusten
  • Geburtstrauma, präverbales Trauma
  • Schicksalsschläge und einschneidende Erlebnisse
  • Wiederkehrende Ängste, Panikattacken oder depressive Verstimmungen
  • Chronischer Stress oder psychosomatische Beschwerden, die mit traumatischen Erfahrungen einhergehen

EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing (Desensibilisierung und Neubearbeitung durch Augenbewegungen) und ist eine traumabearbeitende Psychotherapiemethode, die von Dr. Francine Shapiro ab Ende der 1980er Jahre entwickelt wurde.

Ursprünglich wurde EMDR vor allem zur Behandlung von Traumafolgestörungen – wie der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) – entwickelt. Inzwischen zeigen zahlreiche Studien und Erfahrungen aus der Praxis, dass EMDR auch bei vielen anderen psychischen Belastungen wirksam eingesetzt werden kann .

Der Grundgedanke von EMDR ist, dass belastende oder traumatisierende Erfahrungen, in dem Moment wo sie entstehen, aufgrund der hohen emotionalen Intensität nicht vollständig verarbeitet werden können. Stattdessen wird das gesamte Erleben in verschiedene Aspekte aufgespalten, die im Nervensystem „eingefroren“ werden. Eine angemessene Verarbeitung des belastenden Ereignisses kann somit nicht stattfinden.

Im Rahmen einer EMDR-Therapie wird durch gezielte Augenbewegungen oder andere rhythmische Reize (z. B. leichte Berührungen oder Vibrationen) die beidseitige Stimulation des Gehirns angeregt. Diese bilaterale Stimulation unterstützt das Gehirn dabei, die blockierten, „eingefrorenen“ Informationen erneut zu verarbeiten, zusammenzusetzen und in das bestehende Erfahrungssystem zeitlich zu integrieren. Dadurch kann das Erlebte allmählich als „vergangen“ erlebt werden, anstatt sich ständig in Gedanken oder Gefühlen aufzudrängen.

Die positive Wirkung einer EMDR-Sitzung kann sich schon relativ rasch, auch schon unmittelbar nach der Behandlung, zeigen. Häufig nimmt die emotionale Intensität von belastenden oder traumatische Erinnerungen spürbar ab, sodass diese weniger intensiv und weniger bedrohlich wirken. Das führt im Alltag zu mehr Ruhe und sorgt für emotionale Stabilität, stärkerem Selbstvertrauen und einer deutlich verbesserten Lebensqualität.

Weiterführende Informationen zu EMDR:
www.emdr-fachgesellschaft.at

praxis moeglichkeitsraum organisationen
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